Janaur 2007: Schleswig-Holstein spart an der Bildung

Vorletzter im Bundesvergleich: Nur Nordrhein-Westfalen gibt im Bundesvergleich weniger Geld (pro Schüler/in) für die Bildung aus als Schleswig-Holstein.

Während die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen überdurchschnittlich viel Geld in ihre Bildungseinrichtungen investieren, hinkt Schleswig-Holstein hinterher. Dies geht aus einem Bericht des RWI Essen (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) hervor, der verschiedenste Aspekte der Bildungs- und Ausbildungssysteme deutscher Bundesländer vergleicht. Dabei zeigt sich beispielsweise, dass der Bevölkerungsanteil der Hochschulabsolventen selbst in den führenden deutschen Bundesländern unter dem OECD-Durchschnitt liegt.

Die deutschen Bundesländer investieren unterschiedlich viel Geld in ihr Bildungssystem. Dies geht aus einem Bericht des RWI Essen hervor, der die aktuellsten verfügbaren Daten zum deutschen Bildungssystem aus unterschiedlichsten Quellen erstmals für die Öffentlichkeit im Bundesländervergleich auswertet. Bildung und Ausbildung sind die Voraussetzung für künftige Innovationen und damit für künftiges Wirtschaftswachstum. Betrachtet man beispielsweise, wie viel Geld die Bundesländer im Jahr 2003 pro Schüler/Studierenden für Bildungseinrichtungen ausgegeben haben, stehen die Stadtstaaten Hamburg (8.400 Euro), Berlin (8.100 Euro) und Bremen (8.000 Euro) an der Spitze und liegen weit über dem Bundesdurchschnitt von 7.000 Euro. Ebenfalls noch über dem Bundesdurchschnitt liegen die westdeutschen Flächenländer Bayern (7.400 Euro) und Baden-Württemberg (7.100 Euro). Schlusslichter sind Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Brandenburg (jeweils 6.600 Euro) sowie Nordrhein-Westfalen (6.500 Euro).