Was die AmS will

Die Aktion mündige Schule setzt sich für ein lebendiges Schulwesen ein, in welchem pädagogische Initiative, Selbstverwaltung und ein dynamisches System der Qualitätsentwicklung das Lernen wieder attraktiv und zu einem Teil des Lebens machen. Sie steht allen Menschen offen, die sich mit diesen Zielen verbinden und so an der Verwirklichung einer mündigen Bürgergesellschaft mitwirken wollen.

Die AmS strebt an, dass

  • alle Schulen, die es wünschen, die volle pädagogische, rechtliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit erhalten;
  • die Schulen ihre Lehrerkollegien selbst berufen können;
  • sich die Schulaufsicht des Staates auf die Rechtsaufsicht beschränkt;
  • die Fachaufsicht durch dezentrale, öffentlich-rechtlich organisierte Institutionen zur Qualitätsentwicklung und Evaluation ersetzt wird;
  • die Finanzierung der Schulen auf ein nachfrageorientiertes System umgestellt wird: Die Erziehungsberechtigten oder älteren SchülerInnen sollen über die Wahl ihrer Schule mitbestimmen, wie die Steuergelder für das Bildungswesen eingesetzt werden;
  • die Schulen aller Trägerschaften gleichberechtigt behandelt werden, weil nur so pädagogische Vielfalt und freie Schulwahl verwirklicht werden können.

Freiheit kann nur in Freiheit entstehen

Wichtiger als alle "Lern-Normen" ist, dass sich die Schulen entwickeln und verwandeln können.

Eigenverantwortung kann nicht gelehrt werden, sie muss erlebt werden. Dazu brauchen wir in unserer Gesellschaft ein Lernklima, das Schule nicht länger als "Veranstaltung des Staates" ansieht, sondern als Aufgabe aller mündigen Bürgerinnen und Bürger. "Entlassen wir die Schulen in die Freiheit", rief Alt-Bundespräsident Roman Herzog in seiner berühmten Berliner "Ruck-Rede" aus. Die AmS setzt sich dafür ein, dass seinen Worten unsere Taten folgen.

Freiheit kann nur in Freiheit entstehen

Wichtiger als alle "Lern-Normen" ist, dass sich die Schulen entwickeln und verwandeln können.

Eigenverantwortung kann nicht gelehrt werden, sie muss erlebt werden. Dazu brauchen wir in unserer Gesellschaft ein Lernklima, das Schule nicht länger als "Veranstaltung des Staates" ansieht, sondern als Aufgabe aller mündigen Bürgerinnen und Bürger. "Entlassen wir die Schulen in die Freiheit", rief Alt-Bundespräsident Roman Herzog in seiner berühmten Berliner "Ruck-Rede" aus. Die AmS setzt sich dafür ein, dass seinen Worten unsere Taten folgen.

Chancengleichheit heißt Chancenvielfalt

Nur, wenn ein lebendiges, sich selbst verwaltendes Schulwesen an die Stelle der zentral verwalteten Schulbürokratie tritt, können unsere Schulen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen Schritt halten. Eine freie Gesellschaft braucht Schulindividualitäten, die sich im Austausch mit Eltern, Fachleuten und aus der täglichen Wahrnehmung der Jugendlichen ständig weiter entwickeln. Was unsere Kinder in einer kompliziert gewordenen Welt am meisten brauchen, sind pädagogische Phantasie, Initiative und Enthusiasmus.

Der Bildungsgutschein

Erst eine nachfrageorientierte Finanzierung der Schulen gibt den Eltern oder den älteren SchülerInnen über ihrer Schulwahl ein Mitentscheidungsrecht darüber, wie die Steuergelder im Sinne der eigentlichen "Nachfrager", also der Kinder und Jegendlichen, verwendet werden.

Auch nichtstaatliche Schulen können dann gleichberechtigt neben dem staatlichen Angebot stehen und werden nicht länger in eine private Ecke abgedrängt. Schulen in strukturschwachen Gebieten oder in sozialen Brennpunkten können über einen Ausgleichsfonds zusätzlich gefördert werden. So wird das Elternrecht auf die freie Wahl der Schule praktisch umgesetzt.

Dreigliederung des Sozialen Organismus

Mit ihrem Engagement für pädagogische Freiheit und Selbstverwaltung im Schulwesen versteht sich die AmS als Teil einer Bewegung, die sich für die Weiterentwicklung der Demokratie und für ein auf globale Solidarität gegründetes Wirtschaftsleben einsetzt.

Bereits 1917 formulierte Rudolf Steiner die Idee der "Dreigliederung des sozialen Organismus". In seinem Buch "Die Kernpunkte der Sozialen Frage" führte er erstmals aus, wie das Geistes- und Kulturleben, das Staats- und Rechtswesen sowie das Wirtschaftsleben jeweils unterschiedlicher Gestaltungsinstrumente und Organisationsformen bedürfen, um ihre Aufgaben sachgemäß erfüllen zu können.

Obgleich seine Ideen gesamtgesellschaftlich nur wenig Widerhall in der Weimarer Verfassung fanden, inspirierten sie viele soziale Bewegungen des 20. Jahrhunderts und erwiesen sich überall dort, wo sie konkret angewandt wurden (beispielsweise in der Selbstverwaltungsorganisation zahlreicher freier Schulen, biologisch-dynamischer Hofgemeinschaften oder heilpädagogischer Einrichtungen, aber auch in Wirtschaftsbetrieben wie den Arzneimittelherstellern Weleda und Wala oder der Drogeriekette "dm"), als fruchtbar.

Einer der bekanntesten Vertreter der Dreigliederungsimpulse war Joseph Beuys, der den sozialen Organismus als plastisches Kunstwerk begriff, an dessen Entwicklung jeder mündige Mensch Anteil hat. Beuys inspirierte seinerseits viele junge Menschen und trug wesentlich dazu bei, die Dreigliederungsidee für die Gegenwart neu zu erschließen.

Heute gibt es weltweit zahlreiche Initiativen, die angesichts der globalen Herausforderung, das Zusammenleben der Menschen miteinander und mit der Erde auf eine zukunftsfähige Grundlage zu stellen, mit den Ideen der Dreigliederung arbeiten. Hinweise auf solche Initiativen finden Sie auf unseren Linkseiten unter dem Stichwort "Dreigliederung"

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